
Yui Kawaguchi
Choreographin, TänzerinBewusst lerne ich vom Vergangenen,
instinktiv bewege ich mich durch das Jetzt.
Ein Körper unter Blicken, doch tanze ich – still – meine eigene Freiheit. - Yui Kawaguchi
Yui Kawaguchi ist eine in Berlin lebende Choreografin und Tänzerin. Ihre Arbeiten verbinden zeitgenössischen Tanz, Musikperformance und digitale Formate wie Animation und Augmented Reality. Sie arbeitet regelmäßig mit Musiker:innen und Ensembles aus der klassischen und zeitgenössischen Musikszene zusammen und entwickelte choreografische Arbeiten u. a. für das Konzerthaus Berlin und Produktionen mit Musiker:innen wieAki Takase. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, u. a. beim OzAsia Festival Adelaide, MODAFE Seoul und am Neuen Nationaltheater Tokio.
Yui Kawaguchi ist Choreografin und Tänzerin mit Wohn- und Arbeitsort Berlin. In ihren Arbeiten bewegt sie sich zwischen zeitgenössischem Tanz, Musikperformance und digitalen Formaten. In wechselnden Konstellationen mit Musiker:innen, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen entstehen choreografische Arbeiten, in denen Körper, Klang und Raum miteinander in Beziehung treten. Dabei interessiert sie der Körper als Träger von Erinnerung, Wahrnehmung und Beziehung – und Tanz als ein Raum, in dem sich Erfahrungen jenseits von Sprache ausdrücken und mit anderen geteilt werden können.
Kawaguchi begann im Alter von sechs Jahren zu tanzen und studierte Tanz und Theater in Tokio. Mit elf Jahren begann sie parallel zu choreografieren. Als Tänzerin in Kompanien wie H.art.Chaos und Kota Yamazaki war sie bald auf renommierten Bühnen weltweit zu erleben. 2001 choreografierte sie die Eröffnungsfeier der Ostasien-Olympiade. Mit Media-Drive Unit 66b/cell (2000–2004) bewegte sie sich zwischen Tokyos Clubszene und der internationalen Kunstszene.
Seit 2005 lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie eigene Stücke entwickelt und mit Choreograf:innen und Regisseur:innen wie Ismael Ivo, Helena Waldmann, Tomi Paasonen, Nir de Volff und Nico and the Navigators zusammenarbeitet. Ihre Arbeiten wurden bei zahlreichen internationalen Festivals präsentiert, darunter das New Vision Festival Hongkong, das International Dance Festival Vancouver, das Neue Nationaltheater Tokio, das OzAsia Festival Adelaide und das MODAFE Seoul.
Ein Meilenstein ihrer choreografischen Arbeit ist andropolaroid (Kölner Tanzpreis 2010). Ihre choreografische Handschrift zeigte sich in Arbeiten wie MatchAtria (2014), das in Zusammenarbeit mit dem japanischen Künstler und Filmemacher Yoshimasa Ishibashi entstand. Flying Pictures im Hamburger Bahnhof (2019) und der Opernproduktion Suor Angelica mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko und Nicola Hümpel (2020). 2024 choreografierte und verkörperte sie die Rolle der Anna II in Die sieben Todsünden mit dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Joana Mallwitz.
Ihre besondere Nähe zur Musik führte zu engen künstlerischen Kooperationen mit Musiker:innen wie Aki Takase, Daniel Hope, Matan Porat und dem Kuss Quartett. Seit 2008 führt sie gemeinsam mit der Pianistin Aki Takase die Reihe Die Stadt im Klavier fort. In weiteren interdisziplinären Projekten arbeitete sie u. a. mit der Schriftstellerin Yoko Tawada sowie den bildenden Künstlerinnen wie Chiharu Shiota oder Gabi Schillig zusammen. Seit 2018 besteht zudem eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Musiker:innen des Ensembles ImPuls der Suite.
Seit der Corona-Zeit erweitert sie ihre choreografische Arbeit um virtuelle Räume und 3D-Animation. In diesem Zusammenhang entstanden u. a. die AR-Performance Du musst Dein Leben rendern! (2022, nominiert für den AUREA Award), die Ausstellungen AR-Loopmachine (Tanzmuseum Köln, 2023), Endlichkeit der Pixel (ITI Berlin, 2024) sowie Fragile Landschaften (Japanisches Kulturinstitut Köln, 2026).



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