Stadt im Pianissimo - #takecare research project

Tokio Oympiade 2020 - angekündigt als Symbol der Wiederauferstehung aus der Katastrophe von 2011, wurde wegen der Weltpandemie von Covid-19 verschoben. Auch in Deutschland wurden alle Veranstaltungen abgesagt, das Stadtleben schwebt nun zwischen Resten alltäglichen Lebens und Unberechenbarkeit.
 
Große Krisen und Katastrophen sind tiefe einschneidende Brüche für eine Stadt. Wie knüpft sie aber an ihr Leben davor an, das lebendig, pulsierend, laut und betriebsam war? Was durchbricht als erstes die Stille und Unbeweglichkeit, die Musik oder der Körper? Welche Klänge breiten sich als erstes aus und wie orientiert sich der Körper in einer gebrochenen Stadt? Es gibt Narben, sichtbare wie in Fukushima und unsichtbare wie die Menschheit sie gerade erfährt. Narben, die die unbeschwerte Begegnung zwischen den Menschen behindert.

Wie fängt eine Stadt wieder an zu atmen und lernt wieder neu zu laufen?
Fordert die neue Situation auch eine Umstellung des Lebensstils und unserer Werte,
eine neue Struktur und Architektur, damit die Stadt wieder sicher ist und in neuem Gesicht auferstehen kann?

Die japanische Tänzerin und Choreografin Yui Kawaguchi erforscht gemeinsam mit der Musikerin und Komponistin Aki Takase, beide seit Jahrzehnten in Berlin ansässig, Klang und Raum der kaputten Stadt und ihre Wiederauferstehung. Dabei schlagen sie eine Brücke von Berlin nach Fukushima, von der Krise in Zeiten von Corona zu der gewaltigen Katastrophe von 2011.  Mit dabei ist der in Japan lebende Architekt Ryo Abe, der mit dem Wiederaufbau von Fukushima beschäftigt ist. In seinen Projekten sucht er die Umgebung und die lokale Geschichte der Region einzubinden. Er wird das Bühnenkonzept zu „Stadt im Pianissimo“ gestalten.

von und mit : Yui Kawaguchi & Aki Takase

Dramaturgie : Rosi Ulrich

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gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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